|
|

|
Hintergrund |
|
An Schulen in Baden-Württemberg wurden in den vergangenen Jahren sehr gute Erfahrungen mit der Ausbildung von Schülermentorinnen und -mentoren in den Bereichen Sport und Verkehrserziehung gemacht. Im Rahmen von schulischen Projekten, Arbeitsgemeinschaften und Wettkämpfen unterstützen sie die verantwortlichen Lehrkräfte bei der Betreuung von Gruppen.
Das Ministerium für Umwelt und Verkehr Baden-Württemberg sowie das Ministerium Ländlicher Raum beauftragten das IFEU mit der Untersuchung, ob und wie das Mentorenkonzept auf die Bereiche Umwelt- und Naturschutz übertragen werden kann. Die wichtigsten Ziele des Schülermentorinnen- und -mentorenkonzepts bestehen zum einen in einer Unterstützung des Lehrpersonals, zum anderen in der Förderung der Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen. Dabei erhalten die Jugendlichen Gelegenheit, Schlüsselqualifikationen wie Verantwortungsbereitschaft, Teamfähigkeit und Führungskompetenz zu erwerben. Dazu kommen Fertigkeiten wie Konfliktfähigkeit und kommunikative Kompetenz.
Zusammen mit den Auftraggebern und wichtigen Akteuren im Umwelt- und Naturschutzbereich in Baden-Württemberg hat das IFEU ein Ausbildungskonzept entwickelt. Dabei werden Schülerinnen und Schüler der siebten Jahrgangsstufe aller Schulformen in zwei Lehrgängen für die Arbeit in der Schule ausgebildet. Während einer Pilotphase im Schuljahr 2001/2002 wird in den Regierungsbezirken Freiburg und Tübingen die Tragfähigkeit und Praxistauglichkeit des Projekts untersucht. Das IFEU ist auch an der Ausbildung der Öko-Mentoren beteiligt.
|
|
| |

|
Pressemitteilung des Umweltministeriums vom 07.11.2001 |
|
Umweltschutz will gelernt sein
40 Siebtklässler werden zu Schülermentoren für den Natur- und Umweltschutz ausgebildet
"Umweltschutz will gelernt sein. Wir bilden 40 Siebtklässler aus Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien zu Schülermentoren für den Natur- und Umweltschutz aus, damit Nachhaltigkeit in der Schule und im Leben kein Fremdwort bleibt", sagten Umwelt- und Verkehrsminister Ulrich Müller, Kultusministerin Dr. Annette Schavan und Willi Stächele, Minister für Ernährung und Ländlichen Raum, am Mittwoch (7. November 2001) zum Start des Modellprojekts "Schülermentoren für den Natur- und Umweltschutz" in Freiburg und Ulm. Das 80.000 DM teure Modellprojekt werde aus Lotterie-Erträgen der Glücksspirale finanziert und solle 2002 auf ganz Baden-Württemberg ausgedehnt werden. Junge Menschen erhielten frühzeitig Gelegenheit, sich aktiv in dem zukunftsweisenden Bereich des Natur- und Umweltschutzes zu engagieren. Schülermentoren brächten beispielsweise einfache Energiesparmaßnahmen in den Klassenräumen in Gang, bauten Kontakte zu örtlichen Natur- und Umweltschutzgruppen auf, betreuten Schülergruppen und seien an der Schule Ansprechpartner für alle Interessierten in Sachen Natur- und Umweltschutz. "Wir hoffen, dass die Schülermentoren viele ihrer Klassenkameraden für den Umweltschutz begeistern können, da das Thema in Ausbildung, Studium und Beruf immer wichtiger wird", sagten übereinstimmend die Minister.
Die für einen solchen ehrenamtlichen Einsatz notwendigen Qualifikationen erarbeiten sich die Heranwachsenden während eines sechstägigen Trainingsprogramms. Fachleute aus dem Natur- und Umweltschutz stehen ihnen während der Ausbildung zur Seite. Dabei stehen Themen auf dem Programm wie Energieeinsparung, Schutz von Lebensräumen, umweltschonender Anbau von Nahrungsmitteln und Vermarktung von Natur- und Umweltschutz. Die Schüler haben als Ökomentoren nicht nur die Chance, sich für den Umweltschutz fit zu machen, sondern auch Schlüsselqualifikationen wie Teamfähigkeit, Flexibilität und kommunikative Kompetenzen einzuüben. |
|