ENZO2 - Treibhausgasberechnungs-Tools für RED und BioSt-/Biokraft-NachV durch die BLE anerkannt
Das IFEU hat im Rahmen eines vom BMU geförderten Projektes praxistaugliche Rechenhilfen zur Treibhausgasberechnung im Rahmen der BioSt-/Biokraft-NachV entwickelt. Diese Tools erlauben eine Berechnung tatsächlicher Werte für Pflanzenöle, Biodiesel, sowie Ethanol aus Getreide, Zuckerrübe und Zuckerrohr. Sie ermöglichen die Berechnung aus Sicht des Einzelakteurs, die Summierung der Werte über die Herstellungskette sowie die Kombination mit Teilstandardwerten.
Die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung BLE hat die Rechenhilfen gemäß Biokraft-/BioSt-NachV §8(3)2b anerkannt.
What is special about solid biomass with regard to sustainability requirements;
(pdf 1013 KB).
Vortrag von Horst Fehrenbach:
Konferenz "Sustainable Biomass for Electricity" (Website)
vom 02.-04.05.2012 in Güssing (A)
Das Projekt (199MAP03) wird gefördert durch die Bundesrepublik Deutschland, Zuwendungsgeber: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit aufgrund Beschlusses des Bundestags.
Ein weiteres im Oktober 2010 abgeschlossenes Projekt befasste sich mit den Besonderheiten von Biomethan als Kraftstoff. Hier wurde zunächst eine Handlungsempfehlung erarbeitet. Die Umsetzung einer Rechenhilfe wie oben beschrieben befindet sich in Bearbeitung.
Biomethan als Kraftstoff - Eine Handlungsempfehlung zur Biokraft-NachV für die Praxis
Kriterien zur nachhaltigen Beschaffung holzartiger Biomasse für die Strom- und Wärmegewinnung im Land Berlin (pdf 2,5 MB)
Als Klimaschutzmaßnahme wollen das Land Berlin und die Vattenfall Europe AG verstärkt Holz zur Strom- und Wärmeerzeugung einsetzen. Um die Nachhaltigkeit der Beschaffung des Holzes sicherzustellen, haben Berlin und Vattenfall eine Vereinbarung getroffen, in welcher die entsprechenden Kriterien dargelegt sind. Das IFEU wurde von den beiden Partnern beauftragt, diese Kriterien mit zu entwickeln, Empfehlungen zum Umgang mit und zur Einbeziehung von weitergehenden Fragen wie insbesondere der indirekten Effekte zu formulieren und ein Benchmark geeigneter Zertifizierungssysteme durchzuführen.
Da eine der möglichen Herkunftsquellen des Holzes Kautschuk-Plantagen in Liberia, Westafrika, sein können, wurde auf diesen Fall besonderes Augenmerk gelegt. Die grundsätzliche Anwendbarkeit und Eignung der Kriterien auf diesen Fall wurde im Rahmen der Studie vor Ort in Liberia geprüft. Die Studie kommt zum Schluss, dass die Kriterien der Vereinbarung grundsätzlich auch in einem Land wie Liberia als anwendbar eingeschätzt werden, soweit die Quelle der vorgesehenen holzartigen Biomasse sich dort auf überalterte Kautschukplantagenbäume beschränkt, wie dies von Vattenfall-Lieranten vorgesehen ist. Ein Vorschlag zur Einbeziehung möglicher indirekter Effekte wurde ebenfalls vorgelegt.
Das IFEU arbeitet zu den Fragen, welche Kriterien in welcher Weise angewandt und umzusetzen sein sollen, seit einigen Jahren für das Umweltbundesamt und das Bundesumweltministerium (BMU).
In einem im Januar 2010 abgeschlossenen Vorhaben hat IFEU die Grundlagen erarbeitet, auf denen eine Anerkennung von Zertifizierungssystemen für nachhaltige Biomasse (nach BioSt-NachV) erfolgen soll. Die Arbeit konzentrierte sich dabei auf die Anforderungen an die Treibhausgasbilanz. Die Ergebnisse wurden aufgenommen in den „Leitfaden nachhaltige Biomasse“ der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Folgender Bericht fasst die Ergebnisse und den Input des IFEU in diesen Prozess zusammen:
Entwicklung eines Anerkennungssystems für die praktische Umsetzung der Biomassestrom- Nachhaltigkeitsverordnung für BMU-GTZ - Arbeitspaket C: Anforderungen für die Treibhausgasbilanz (pdf 365 KB)
Grundlagenarbeiten zu Nachhaltigkeitskriterien, Indikatoren und Treibhausgasberechnungen für Biomasse bzw. Bioenergie finden sich außerdem in folgenden Arbeiten:
Kriterien einer nachhaltigen Bioenergienutzung im globalen Maßstab
(Criteria for Sustainable Bioenergy Use on a Global Scale), Umweltbundesamt Dessau-Roßlau, 2008
Greenhouse Gas Balances for the German Biofuels Quota Legislation
(pdf, 1,03 MB)
BioGlobal - Nachhaltige Bioenergie: Stand und Ausblick; in Kooperation mit dem Ökoinstitut; in German (pdf, 336 KB)
BioGlobal - Sustainable Bioenergy: Current Status and Outlook, in cooperation with Öko-Institut; in English (pdf, 334 KB)
The Impacts of Climate Change on Water for RE Production: the Bioenergy case (IEA - Workshop on Renewable Enegy & Water, March 23, 09, Paris)
(pdf 373 KB)
Des Weiteren bildet das IFEU im Auftrag der GTZ in verschiedenen biomasseproduzierenden Ländern (aktuell Mexiko) vor Ort Experten aus, um diesen die notwendigen Kapazitäten für eine Treibhausgasbilanz und eine Nachhaltigkeitsbewertung aufbauen zu helfen.
Weitere Arbeiten laufen u.a. für die FAO, für die Global Environmental Facilities (GEF), den Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe), für UNFCCC.
IFEU repräsentiert und berät das BMU außerdem in den Gremien der Global Bioenergy Partnership (GBEP), sowie in den Standardisierungs-Komittees von DIN, CEN und ISO für nachhaltige Biomasse.
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