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Eine ambitionierte Effizienzpolitik für Deutschland:
Volkswirtschaftliche Vorteile mit innovativen Förderansätzen erschließen

 
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Pressemeldung

 

Eine ambitionierte Effizienzstrategie für Deutschland bringt erhebliche volkswirtschaftliche Vorteile mit sich. Zusätzliche inländische Investitionen, die Einsparung von Energieimporten und andere volkswirtschaftliche Mechanismen führen in einer vorsichtigen Abschätzung im Jahr 2030 netto zu rund 130.000 zusätzlichen Beschäftigten gegenüber einer Referenzentwicklung. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie „Energieeffizienz: Potenziale, volkswirtschaftliche Effekte und innovative Handlungs- und Förderfelder für die Nationale Klimaschutzinitiative“, die am 20. Oktober 2011 auf einer Tagung in Berlin vorgestellt wurde.

Gesteigerte Exporte von Effizienz-Technologien erhöhen das Exportvolumen um über 12 Mrd. Euro mit 60.000 zusätzlich geschaffenen Arbeitsplätzen im Jahr 2030 – wenn Deutschland seinen technischen Wettbewerbsvorteil durch eine konsequente Effizienzpolitik halten kann. Insgesamt werden in dem modellierten Szenario gegenüber heute rund 24 % der Endenergie bis 2030 eingespart.

Im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums haben das ifeu – Institut für Energie- und Umweltforschung und das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung gemeinsam mit Prognos AG, GWS mbH und weiteren Partnern insgesamt 43 wirtschaftlich attraktive und technisch umsetzbare Maßnahmen bei privaten Haushalten, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, Industrie und Verkehr untersucht.

Zudem wurden im Rahmen dieses Projektes 16 neue Handlungsfelder und Fördermechanismen für die Nationale Klimaschutzinitiative analysiert, unter anderem Gebäudesanierung, innerörtliche Verkehrsvermeidung und Abfall/Abwasser.

Ausgewählte Vorschläge:

  • Ein Masterplan 100 % Klimaschutz, der ausgewählte Kommunen unterstützt, sich perspektivisch zu Null-Emissions-Kommunen zu entwickeln und dabei 50 % der Endenergie einzusparen. Dieser Vorschlag wurde bereits in einer Förderrichtlinie umgesetzt. Ein ähnliches Instrument wird für Gewerbe- und Industrieparks und Super- und Fachmärkte entwickelt.
  • Im Bereich der industriellen Abwärme kann ein Maßnahmenbündel mindestens
    18 % der gesamten industriellen Endenergie einsparen helfen.
  • Eine Kleinserien-Förderung soll die Lücke zwischen Forschung und Förderung von serienreifen Produkten schließen.
  • Eine wettbewerblich organisierte „Förderung von Förderprogrammen“ bietet Kommunen die Möglichkeit, regional angepasste Förderprogramme zu entwerfen.
  • Ein Maßnahmenpaket „Verlagerung des innerörtlichen Verkehrs“.

Diese und weitere Instrumente – einige davon bereits in der Umsetzung – werden in der Studie entwickelt und erläutert.

Weitere Informationen, Zusammenfassung und Arbeitspapiere sind hier abrufbar. Der vollständige Endbericht wird im November 2011 veröffentlicht.

 

 
 
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Ansprechpartner

 

Dr. Martin Pehnt (06221/4767-36; martin.pehnt@ifeu.de)

 
 
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